Öffentliche Sicherheit

Lagebilder für Städte, Veranstalter und Einsatzkräfte

Wir werten Sensordaten zu einer belastbaren Aussage über eine Fläche aus: wie viele Menschen wo stehen und wo es enger wird. Die Anonymisierung steht am Anfang dieser Kette, die Entscheidung am Ende bei der verantwortlichen Stelle.

Lagebild

Vom Livebild zur Zahl je Bereich

Drohnen, Wärmebildkameras und Übertragungstechnik sind heute beschaffbar. Knapp ist in einer Lage die Aufmerksamkeit, die ein laufendes Bild verlangt.

Ordnungsdienst, Feuerwehr und Rettungsdienst arbeiten mit Sichtmeldungen. Die sind verlässlich, decken aber nur ab, wo gerade jemand steht. Ein Livestream verlagert das Problem eine Ebene höher, weil ihn jemand ansehen und deuten muss, während der Funk läuft.

Wir setzen an der Stelle danach an. Aus den Aufnahmen entsteht für jeden vorher abgegrenzten Bereich eine Zahl, und aus dieser Zahl wird ein Hinweis, sobald sie den vereinbarten Wert überschreitet. Der Gewinn ist Zeit: Eine Umleitung oder eine Durchsage wirkt nur, solange noch Platz zum Ausweichen bleibt.

Bildplatz reserviert

Bildschirmfoto einer ausgewerteten Fläche mit eingezeichneten Bereichsgrenzen und den Werten je Bereich. Freigabe der Stadt Weinheim und der Feuerwehr Weinheim steht aus.

Lagebild einer Fläche mit Personenzahl und Dichte je abgegrenztem Bereich.
Anonymisierung

Anonymisiert wird vor der Auswertung, nicht danach

Die Drohne erfasst die Fläche im Wärmebild, Gesichter werden verpixelt, und erst dann zählt ein Modell je Bereich Personen und Dichte. Wer erst auswertet und danach anonymisiert, hat personenbezogene Daten verarbeitet.

Wer die Menschen sind, steht deshalb in keinem Zwischenergebnis und lässt sich auch nachträglich nicht rekonstruieren. Gesichtserkennung, das Wiedererkennen einer Person über mehrere Aufnahmen hinweg und der Abgleich mit Personendaten sind kein Bestandteil des Verfahrens; wir entwickeln so etwas auch nicht auf Zuruf dazu.

Auswertung und Modelle laufen in unserem Rechenzentrum in München oder auf Hardware der verantwortlichen Stelle, Aufbewahrung und Löschung bilden wir alsLöschklassen nach DIN 66398 ab. Über Rechtsgrundlage und die Beteiligung der Aufsicht entscheidet die verantwortliche Stelle; wir liefern die technische Beschreibung, die diese Prüfungen brauchen, und arbeiten im eigenen Betrieb nach ISO/IEC 27001.

Ihre Fläche, einmal durchgesprochen

Wir gehen den Plan mit Ihnen durch und halten fest, welche Bereiche gezählt werden, ab welchem Wert gemeldet wird und wer den Hinweis bekommt.

Leistungsumfang

Was nach dem Einsatz vorliegt

Bereichseinteilung der Fläche
Plan mit abgegrenzten Zonen und dem Schwellwert je Zone
Anonymisierung vor der Auswertung
Verarbeitungsbeschreibung für Aufsicht und Folgenabschätzung
Auswertung je Durchgang
Personenzahl und Dichte pro Bereich, mit Zeitstempel
Meldeweg
Hinweis mit Bereich und Uhrzeit an die vorher benannten Empfänger
Nachbereitung der Lage
Zahlenreihe über den gesamten Verlauf als Datei
Aufbewahrung und Löschung
Löschklassen nach DIN 66398 mit protokolliertem Vollzug
Herkunft

Erprobt bei der Weinheimer Kerwe

Entstanden ist die Auswertung für die Weinheimer Kerwe, gemeinsam mit der Stadt Weinheim, der Feuerwehr Weinheim und Prof. Dr. Ralf Otte von der TH Ulm. Die Feuerwehr flog, wir haben die Bilder ausgewertet, über die Maßnahme entschied die Stadt. Wie das im Einzelnen ablief, steht in derFallstudie zur Kerwe.

Übertragbar ist daran vor allem die Vorarbeit. Wo ein Hinweis endet und eine Anordnung beginnt, muss vor dem ersten Flug schriftlich stehen, und Bereiche, Schwellwerte und Empfänger gehören in dieselbe Absprache. Wie wir diese Grenze festhalten, steht unter Human-in-the-Loop.

Erstgespräch vor der nächsten Lage

Wir sehen uns Ihre Fläche an und klären, welche Bereiche gezählt werden, wer den Hinweis bekommt und was er auslösen soll. 30 Minuten, ohne Vorbereitung.

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