Was im Rathaus läuft, muss die Aufsicht nachvollziehen können
Für eine Verwaltung zählt weniger, was ein System vorführen kann, als was sich darüber aktenkundig machen lässt: welche Daten, welcher Zweck, welche Frist, wer entscheidet. Daran richten wir die Technik aus.
Protokoll, Zuständigkeit und Betrieb in Deutschland
In der Verwaltung wird jede Entscheidung irgendwann noch einmal angesehen. Ein System, das nur ein Ergebnis zeigt und den Weg dorthin nicht, erzeugt an dieser Stelle Arbeit, statt welche zu sparen.
Rechtsaufsicht, Rechnungsprüfungsamt, Datenschutzbeauftragte und gelegentlich ein Bürger mit Anspruch auf Akteneinsicht stellen dieselbe Frage: Wie ist das zustande gekommen? Protokoll, Zuständigkeit und Frist bauen wir deshalb von Anfang an ein und nicht als Nachrüstung vor der ersten Prüfung.
Verwaltungsdaten bleiben dabei in Deutschland, Anwendungen und Modelle laufen in unserem Rechenzentrum in München oder auf Hardware der Kommune. Eine Auskunft, die im Hintergrund einen Anbieter außerhalb der EU anfragt, lässt sich weder im Verarbeitungsverzeichnis sauber führen noch im Hauptausschuss erklären.
Womit Kommunen bei uns anfangen
Am häufigsten steht am Anfang ein Vorgang mit zu vielen Stationen: Antrag, Stellungnahme, Freigabe und Bescheid laufen über eine Laufmappe und eine E-Mail-Kette, in der niemand mehr sagen kann, bei wem etwas liegt. Derselbe Ablauf mit Zuständigkeit, Frist und Protokoll ist Handwerk; wie wir vorgehen, steht unterProzessdigitalisierung.
Der zweite Anlass ist die Auskunft. Satzungen, Protokolle und Bebauungspläne liegen im Haus, nur findet niemand die Stelle schnell genug. Ein Modell, das ausschließlich auf diesen Beständen arbeitet und zu jeder Antwort das Dokument nennt, ist hier brauchbarer als ein allgemeiner Chatbot; was es nicht belegen kann, beantwortet es nicht. Technisch ist das eine lokal betriebene KI.
Bildschirmfoto der Auskunft mit der Quellenangabe unter der Antwort. Die Kommune muss die gezeigten Inhalte freigeben.
Dazu kommt die Gefahrenabwehr: Lagebilder für Feste, Umzüge und Märkte, anonymisiert ausgewertet, mit Schwellwerten, die vor der Veranstaltung feststehen. Die Planungssicht beschreibtCrowd Management, die der EinsatzkräfteBOS und Einsatzunterstützung.
Sie nennen den Ablauf, der heute Zeit kostet, und wir sagen Ihnen, welche Daten dafür vorliegen müssen und wo die Entscheidung bleibt.
Was die Kommune am Ende übernimmt
- Aufnahme des Vorgangs
- Beschreibung der Datenlage mit verantwortlicher Stelle und Löschfristen
- Festgelegte Entscheidungsgrenze
- Schriftliche Regel, wo das System vorschlägt und wer zeichnet
- Prototyp am echten Vorgang
- Lauffähige Anwendung auf Daten des Hauses statt auf Beispieldaten
- Unterlage für die Gremien
- Technische Beschreibung für Datenschutzbeauftragte, Personalrat und Ausschuss
- Betrieb in Deutschland
- Installation auf Hardware der Kommune oder Zugang zum Rechenzentrum München
- Abschluss des Projekts
- Quellcode, Dokumentation und Betriebsanleitung im Eigentum der Kommune
Weinheim und die Rollenverteilung im Projekt
Die erste Kommune, mit der wir eine Auswertung dieser Art gebaut haben, war die eigene. Für die Kerwe hat die Stadt Weinheim gemeinsam mit der Feuerwehr, Prof. Dr. Ralf Otte von der TH Ulm und uns ein Konsortium gebildet. Der Ablauf steht in der Fallstudie zur Kerwe Weinheim. Wer in Weinheim, Mannheim, Heidelberg oder Frankfurt sitzt, kann uns kurzfristig zu einer Sitzung dazuholen, und es kommen dann die Leute, die das System gebaut haben.
Die rechtliche Bewertung gehört nicht in unsere Hand: Rechtsgrundlage, Folgenabschätzung, Personalrat und Aufsicht liegen bei der Kommune, wir liefern die technische Beschreibung dazu, früh genug für eine Gremienvorlage. Löschklassen und Fristen hinterlegen wir nachDIN 66398, und wo die Pflichten aus demNIS2-Umsetzungsgesetz greifen, richten wir Meldewege und Maßnahmen daran aus.
Vom Anlass zum Piloten
Nennen Sie uns einen Vorgang, der heute zu viel Zeit kostet. Wir sagen im Erstgespräch, ob dafür ein eigenes System nötig ist oder ein Standardprodukt reicht.
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