Interne Portale

Intranet als Fachanwendung

Ein Intranet wird benutzt, wenn es Arbeit abnimmt: Formulare mit Freigabeweg, Dokumente mit Gültigkeitsdatum, eine Suche, die den geltenden Stand findet. Wir bauen es als Anwendung mit Vorgängen, Rollen und Protokoll.

Nutzung

Zuerst die Formulare, die täglich gebraucht werden

Ob ein Portal angenommen wird, entscheidet sich am Urlaubsantrag, an der geltenden Reisekostenrichtlinie und am Formular für einen Zugriff.

Wir fangen deshalb dort an und kümmern uns später um die Startseite. Ein Formular, das den nächsten Schritt kennt, die Vertretung berücksichtigt und den Stand anzeigt, spart im ersten Monat mehr Zeit als jeder Umbau der Navigation. Hinter jedem Formular steht dabei ein Vorgang mit Zuständigkeit, Frist und Protokoll, wie ihn die Prozessdigitalisierung beschreibt: ein Datensatz mit eigener Geschichte, dessen Weg sich Monate später nachlesen lässt.

Redaktion und Suche

Jedes Dokument hat einen Stand und jemanden, der ihn verantwortet

Portale verwahrlosen, weil für die Pflege niemand zuständig ist. Deshalb bekommt jeder Inhalt beim Anlegen eine verantwortliche Rolle, ein Datum, ab dem er gilt, und eine Wiedervorlage. Meldet sich der Fachbereich zur Wiedervorlage nicht, verliert das Dokument seinen Gültigkeitsvermerk und rutscht in der Suche nach unten, statt weiterhin als geltender Stand zu erscheinen. Das ist unbequem und hält Richtlinien über Jahre aktuell.

Die Suche muss dazu Berechtigungen kennen. Wer ein Dokument nicht öffnen darf, darf es auch im Trefferbild nicht sehen, weil bereits Titel und Textausschnitt verraten, worum es geht. Bei Personalunterlagen, Betriebsvereinbarungen im Entwurf oder Vorgängen mit Personenbezug entscheidet sich daran, ob das Portal datenschutzkonform betrieben werden kann.

Der erste Vorgang im Portal

Nennen Sie ein Formular, das heute im Postfach hängt; wir nehmen es auseinander und benennen Rollen, Fristen und Freigabeweg.

Anmeldung und Betrieb

Rollen kommen aus dem Verzeichnis, das Sie ohnehin führen

Ein zweites Passwort für das Intranet ist der sicherste Weg, es unbenutzt zu lassen. Die Anmeldung läuft gegen Ihr vorhandenes Verzeichnis, und die Rollen im Portal ergeben sich aus den Gruppen, die dort schon gepflegt werden. Wer das Haus verlässt, verliert alle Zugänge an einer Stelle, und ein Abteilungswechsel ändert die Sicht auf das Portal, sobald die Gruppe angepasst ist. In gewachsenen Portalen ist das Gegenteil der häufigste Befund: Menschen sehen Jahre nach dem Wechsel noch die Unterlagen ihrer alten Abteilung.

Betrieben wird das Portal in unserem Rechenzentrum in München oder auf Ihrer eigenen Hardware, was die Inhalte bei einem System mit Personalunterlagen und laufenden Vorgängen im Haus hält. Gebaut wird nach WCAG 2.1 AA und vor der Abnahme geprüft, weil auch Kolleginnen und Kollegen mit Tastatur, Screenreader oder starker Vergrößerung damit arbeiten.

Abnahme

Was zur Abnahme vorliegt

Formularstrecken mit Freigabeweg
Antrag, Vertretung und Stand als Vorgang statt als Anhang im Postfach
Redaktionsmodell
Je Inhalt eine verantwortliche Rolle, ein Gültigkeitsdatum und eine Wiedervorlage
Suche mit Rechteprüfung
Die Trefferliste zeigt nur, was die angemeldete Rolle öffnen darf
Anbindung an Ihr Verzeichnis
Anmeldung und Rollen aus den Gruppen, die Sie ohnehin pflegen
Prüfbericht Barrierefreiheit
Befunde nach WCAG 2.1 AA, jeder mit Nachweis der Behebung
Übergabe an Ihre IT
Anleitung für Wartungsfenster, Sicherung und Aktualisierung

Prozesse, Kundenportale und Barrierefreiheit

Was sucht bei Ihnen jeder zweimal?

Meist sind es dieselben Dokumente und dasselbe Formular. Das ist ein guter Anfang für ein Gespräch — 30 Minuten, ohne Vorbereitung.

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