Ein Portal ist eine Fachanwendung mit Anmeldung
Ein Kundenportal ersetzt Anhänge und Telefonauskünfte durch einen Zugang mit Rollen, Fristen und Protokoll. Es arbeitet auf den Systemen, die Sie ohnehin betreiben, und legt die Daten kein zweites Mal ab.
Auskunft per Mail und Telefon
Die meisten Portalprojekte beginnen mit demselben Bild: Unterlagen als Anhang, Rückfragen am Telefon und irgendwo eine Tabelle, in der eine Kollegin nachhält, was noch offen ist.
Das trägt, solange die Vorgänge wenige sind. Sobald der Kunde selbst nachsehen will, ob seine Unterlage angekommen ist, beginnt die Auskunftsarbeit: jemand sucht die Mail, prüft den Stand, ruft zurück. Ein Portal macht den Stand sichtbar, statt ihn auf Anfrage zu ermitteln.
Damit wird aus einer Website eine Fachanwendung. Sie kennt Personen, Rechte und Termine und muss sich an dieselben Regeln halten wie jedes System, in dem Kundendaten liegen. Nach innen gibt es dieselbe Technik als Arbeitsfläche für Formulare und Freigaben imIntranet.
Rollen, Rechte und protokollierte Zugriffe
Das Rollenmodell steht vor der Architektur, weil es sich später kaum noch ändern lässt, ohne alles daneben anzufassen. Wir klären zuerst die Gruppen — eigene Mitarbeitende, Kunden, Vertriebspartner —, danach, was jede von ihnen sehen und tun darf und wer einen Zugang wieder entzieht. Solange der Entzug an einer Erinnerung hängt, bleiben Konten offen; wir hängen ihn deshalb an den Vorgang, der ohnehin läuft, wenn ein Vertrag endet.
Jeder Abruf wird protokolliert: welche Kennung, welcher Zeitpunkt, welches Dokument. Behauptet jemand, eine Kündigungsfrist nie gesehen zu haben, liegt die Antwort im System und die Klärung dauert Minuten statt eines Schriftwechsels. Anmeldung, Rechtevergabe und Protokollierung setzen wir nach unserem Informationssicherheitsmanagement gemäß ISO/IEC 27001 auf.
Im Gespräch sortieren wir, welche Vorgänge zuerst ins Portal gehören, welches System führend bleibt und was in Stufe zwei kann.
Was zur Freischaltung fertig vorliegt
- Rollenmodell
- Gruppen, Rechte, Vertretung und der Auslöser, der einen Zugang wieder entzieht
- Anmeldung und Zugriffsprotokoll
- Je Abruf Kennung, Zeitpunkt und Dokument, auswertbar im Streitfall
- Vorgangs- und Dokumentenansicht
- Stand, Zuständigkeit, Frist und die Fassungen, die vorher galten
- Anbindung an das führende System
- Überwachte Schnittstelle mit festgelegtem Verhalten bei Ausfall
- Löschregeln im System
- Frist für Zugangsprotokolle, hochgeladene Dokumente und Sicherungen
- Abnahme vor der Freischaltung
- Protokoll des Tastatur- und Screenreader-Durchlaufs je Formularstrecke
Das Portal hält keine zweite Datenhaltung
Stammdaten, Verträge und Vorgangsdaten kommen aus dem System, das sie führt, und Änderungen gehen dorthin zurück. Alles andere endet in zwei Wahrheiten, zwischen denen irgendwann jemand entscheiden muss. Ob dafür eine REST-Schnittstelle, ein Dateiaustausch oder in der Versicherungswirtschaft ein GDV-Datensatz in Frage kommt, hängt an Ihrem Bestandssystem; wie wir solche Anbindungen bauen und überwachen, steht auf der Seite zuSchnittstellen.
Dazu gehört, was geschieht, wenn das führende System nicht erreichbar ist. Wir legen vorher fest, welche Inhalte zwischengespeichert ausgeliefert werden dürfen, welche Aktionen in eine Warteschlange laufen und woran der Nutzer erkennt, dass sein Auftrag angenommen, aber noch nicht verarbeitet ist.
Weil Verbraucher das Portal benutzen, gelten dieselben Anforderungen an die Bedienbarkeit wie für die öffentliche Website davor; wir bauen es nach WCAG 2.1 AA und gehen die Formularstrecken vor der Öffnung mit Tastatur und Screenreader durch, wie es die Seite zur Barrierefreiheitbeschreibt. Betrieben wird es in unserem Rechenzentrum in München oder auf Ihrer Hardware.
Wer soll Ihr Portal benutzen?
Nennen Sie uns die Nutzergruppen, die wichtigsten Vorgänge und das führende System. Wir sagen Ihnen, was ein tragfähiger erster Ausbaustand umfasst.
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