Das Bestandssystem bleibt dort führend, wo es stark ist
Eine neue Fachanwendung ist kein Grund, Vertrags- oder Schadendaten ein zweites Mal zu führen.
Wir setzen Arbeitsflächen für die Vorgänge um, die ein Kernsystem nur am Rand kennt: fachliche Prüfung, Rückfragen, Klärfälle, Freigaben und die Zusammenarbeit über Abteilungsgrenzen. Die Anwendung hält ihren eigenen Vorgangsstand, liest die führenden Vertrags- oder Schadendaten aber über eine dokumentierte Schnittstelle. Änderungen werden nur dorthin zurückgeschrieben, wo Feldverantwortung und Fehlerverhalten geklärt sind.
Gerade in gewachsenen Landschaften lohnt sich diese Trennung. Ein Altsystem kann weiter stabil buchen, während eine moderne Oberfläche einzelne Arbeitsplätze ersetzt. Später lassen sich weitere Bereiche herauslösen, ohne den gesamten Bestand in einem einzigen Migrationsprojekt zu gefährden.
GDV-Datenaustausch mit sichtbarem Fehlerfall
Eine Schnittstelle ist erst vollständig, wenn auch feststeht, was bei Ausfall, Dublette oder einem fachlich unvollständigen Satz geschieht. Wir dokumentieren Feldzuordnung und führendes System, überwachen erwartete Lieferungen und legen unklare Datensätze mit Begründung in einen Klärkorb. Der Fachbereich sieht damit nicht nur, dass eine Datei angekommen ist, sondern auch, welche Sätze tatsächlich verarbeitet wurden.
Für wiederkehrende GDV-Strecken setzen wir CASP ein; individuelle Anbindungen entstehen als Teil der Schnittstellenentwicklung. Beide Wege erlauben einen Parallelbetrieb, bis alter und neuer Datenweg fachlich übereinstimmen.
Was in Betrieb und Revision nachprüfbar bleibt
- Führendes System je Feld
- Dokumentierte Verantwortung für Vertrag, Partner, Schaden, Zahlung und Status
- Belastbare GDV-Strecke
- Feldzuordnung, Taktüberwachung, Klärkorb und Dublettenbehandlung
- Prüfung mit Freigabe
- Regel- oder KI-gestützte Vorbereitung, fachliche Entscheidung weiterhin bei der zuständigen Rolle
- Fristen im Datenmodell
- Aufbewahrung, Sperre und Löschung nachvollziehbar an Datenarten gebunden
Rechnungs- und Dokumentenprüfung mit klarer Freigabe
Regelwerke und umfangreiche Belege lassen sich technisch vorbereiten. DerINVOICE-Auditor liest beispielsweise Anwaltsrechnungen ein, rechnet Positionen gegen das RVG nach und legt Auffälligkeiten der Sachbearbeitung vor. Er entscheidet weder über eine Kürzung noch über die rechtliche Bewertung des Einzelfalls.
Dasselbe Muster gilt für KI-gestützte Dokumentenprozesse: Modellstand, Fundstelle, Ergebnis und Freigabe werden protokolliert. Unsichere Fälle landen nicht still in einer automatischen Entscheidung, sondern bei einer zuständigen Rolle. So lässt sich Geschwindigkeit gewinnen, ohne den fachlichen Prüfpfad abzukürzen.
Wir lösen zuerst den Teil aus der gewachsenen Landschaft, dessen Aufwand oder Risiko sich fachlich messen lässt.





